Marktstraße Frakapor

Im griechischen Frakapor, mit über 1000 Menschen aus Syrien, möchten wir auf der Betonladerampe der Lagerhalle eine kleine Verkaufsfraße errichten.

admin November 3, 2016 at 1:05 pm
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Project Description

In den Flüchtlingscamps von Frakapor und Karamanlis, nahe der Stadt Thessaloniki in Griechenland leben 1600 Menschen auf engsten Raum in Hallen, in Zelten, vorübergehend oder auch für sehr lange Zeit. 12 ,vorwiegend jungen Menschen, zum Teil selbst ausgeschlossen von gesellschaftlicher Teilhabe in Deutschland  haben sich mit Hilfe der Organisation KARUNA – Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not International aufgemacht, um vor Ort zu helfen. Sie wollen es sich und anderen beweisen, dass Solidarität aktiv durch die Zivilgesellschaft gelebt werden kann und Vorbild sein, für andere Menschen in Deutschland.

„Wir sind erschüttert wie würdelos die Geflüchteten hier leben müssen, nachdem sie bereits schon so viel Schreckliches erleben mussten. Die Grundversorgung mit Essen ist mangelhaft, zu wenige und schlechte  Toiletten, keine winterfeste Kleidung,  fühlen sich die Menschen hier abgestellt in einer Industriebrache, zu weit weg von der Stadt“, berichtet  Hanna, 17 Jahre alt, aus Hamburg.“ Sie sind verdammt zu warten und absolut abhängig von NGOs.“ Erste hoffnungsvolle eigene Aktivitäten aber innerhalb der Camps, die erst vor wenigen Monaten entstanden sind, als  das Flüchtlingslager Idomeni geräumt wurde stellen sich ein. Ein Tischler hat eine Werkstatt eröffnet, drei Kunsthandwerker stellen Schmuck her, ein Schneidermeister stellt seine Dienste zur Verfügung. Diese Form der Hilfe zur Selbsthilfe möchten wir fördern, nachdem wir beim gemeinsamen Aufbau und Ausbau von Unterrichtsräumen aus Holzlatte, Planen und Stoff so viele Freunde gefunden haben. „Wir sind für unser Engagement so sehr mit Dankbarkeit und Liebe überflutet worden, dass wir schon am zweiten Tag wussten, dass wir wiederkommen werden“, sagt Jörg Richert, Initiator des Hilfeeinsatzes.

Gemeinsam möchten wir in den kommenden Monaten an folgender Idee arbeiten: in Frakapor, mit über 1000 Menschen aus Syrien, möchten wir auf der Betonladerampe der Lagerhalle eine kleine Verkaufsfraße errichten. Nun gut vernetzt über die sozialen Netzwerke, haben wir die Möglichkeit, einige Familien bereits im Entwurfsstadion der mobilen  Verkaufsläden einzubeziehen (unter Beteiligung eines Berliner Architektenteams). Für diese Phase bis zur gemeinsamen Umsetzung vor Ort , soll nicht viel Zeit vergehen. In wenigen Monaten schon wollen wir in einem weitern Einsatz gemeinsam mit den Familien vor Ort die „Marktstraße Frakapor“ bauen, um den Menschen ein kleines Stück „Normalität“ zurück zu geben. Eine Initiative hin zur Selbstversorgung und Gestaltung ihres Alltags.

Wir suchen nach finanzieller Unterstützung für die Planungsphase, für die bauliche Umsetzung und um zur Verfügungsteilung von Minikrediten bis zu 800 Euro pro Businessidee. Als erstes sollen 8 bis 10 Markthäuschen sollen entstehen.

Wir, dass sind Jugendliche und Erwachsene der KARUNA Sozialgenossenschaft mit Familiensinn, eine Schwester von KARUNA International, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Unsere Erfahrungen aus dem Abseits der Gesellschaft haben uns dazu gebracht, eine Sozialgenossenschaft zu gründen, um unsere eigenen Vorstellungen umzusetzen und nicht weiter von der „sozialen Arbeit“ abhängig zu sein. Wir sind dankbar für die Hilfe, die wir erfahren haben, sehen aber auch die Grenzen und Fehlentwicklungen der sozialen Arbeit in Deutschland, die oft weit entfernt von tatsächlicher Partizipation aufgestellt ist. www.karuna-sozialgenossenschaft.de